Tracht immer im Trend
Wer sich entscheidet, mit Tracht auf eine Veranstaltung zu gehen, liegt damit zumindest in Bayern immer im richtigen Trend. Allerdings hat sich die sogenannte Nationalkleidung der Bayern mittlerweile auch in anderen Teilen Deutschlands ausgebreitet und so mancher Rheinländer oder Hesse, um nur einmal zwei Beispiele zu nennen, kann ein Dirndl oder eine Lederhose sein Eigen nennen.
Wer auf das Oktoberfest nach München fährt, für den ist eine Tracht sogar schon fast Pflicht. Schließlich ist dies das größte Volksfest in ganz Bayern und da will man natürlich passend gekleidet sein. Nicht selten sieht man deswegen auch Italiener oder Amerikaner, die sich in Dirndl oder Lederhose über den Festplatz bewegen. Wer hier keine Tracht trägt, fällt also schon fast auf.
Auch in vielen bayerischen Vereinen gehört die Tracht zur Tagesordnung. Egal, ob Burschenverein, Schützenverein oder vielleicht auch der Schnupferverein - die Lederhose und das Dirndl machen hier die Kleiderordnung meistens aus. Das hat zum einen den Vorteil, dass man im Verein auch einheitlich gekleidet ist und dadurch nach außen hin schon eine Art Gemeinschaft symbolisiert, zum Anderen braucht man sich auch keine großartigen Gedanken machen, was man zu welcher Veranstaltung anziehen soll.
Aber auch außerhalb des Vereinslebens ist die Tracht in Bayern zumindest sehr beliebt. Nicht selten wird auf dem Standesamt in Dirndl und Lederhose geheiratet, die Hochzeitsgäste sind ebenfalls meist in Tracht unterwegs. Aber auch bei runden Geburtstagen oder ähnlichen Feierlichkeiten ist man nie verkehrt angezogen, wenn man sich für das Dirndl und die Lederhose entscheidet. Nur im Fasching sieht man in Bayern nicht gerne die Tracht als Verkleidung. Leicht kann sich da ein heimatstolzer Bayer auf den Arm genommen fühlen.
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