Der Holz- und Bautenschutz gewinnt an Bedeutung

Immer wichtiger wird heute das Fachgebiet Holz- und Bautenschutz, das dazu dient, die Gebäude langfristig vor dem Verfall zu schützen bzw. sie von Anfang an so zu gestalten, dass eine spätere, dauerhafte Erhaltung der Gebäude möglich wird. Dieser Bereich wird vor allen Dingen deshalb immer wichtiger, weil zunehmend mehr Gebäude von Schädlingen befallen werden, wie Insekten oder Pilzen.

Typische Aufgaben im Holz- und Bautenschutz finden sich in der Trockenlegung von innen und außen, aber auch in der Abdichtung des Mauerwerks. Dabei kann eine Horizontal- oder Vertikalsperre zum Einsatz kommen. Die Mauerwerkssanierung, insbesondere mit dem Injektageverfahren, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil im Holz- und Bautenschutz. Weiterhin können Keller saniert werden, Schachtarbeiten müssen ausgeführt werden und der Außenputz bedarf mitunter ebenfalls einer Sanierung, die in den Bereich Holz- und Bautenschutz fällt. Die Fassadengestaltung, die Schwammsanierung und der Holzschutz sind ebenfalls zu nennen. Bei letzterem arbeitet man meist mit chemischen Mitteln, die sowohl vorbeugend eingesetzt werden können, als auch zur Bekämpfung einzelner Holzschädlinge dienen. Die Schimmelbeseitigung ist eine weitere wichtige Aufgabe, ebenso wie der Brandschutz von Gebäuden. Weiterhin gehören im weitesten Sinne die Taubenabwehr, die Schädlingsbekämpfung und die Beseitigung des aggressiven Taubenkots zu den Aufgaben, die im Holz- und Bautenschutz anfallen.

In diesem Bereich gibt es mittlerweile zweierlei Formen der Ausbildung, wobei die eine nur zwei, die andere drei Jahre dauert. Bei der zweijährigen Ausbildung erhält man mit dem Ablegen der Gesellenprüfung die Berufsbezeichnung „Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten“. Bei der dreijährigen Ausbildung, die im Übrigen nach zwei Jahren eine Zwischenprüfung einschließt, wird man mit der Gesellenprüfung zum „Holz- und Bautenschützer“. Bei dieser Form der Ausbildung werden im dritten Lehrjahr nicht mehr zu allen Fachrichtungen weitergehende Kenntnisse vermittelt. Man spezialisiert sich hier in der Regel. Für die Abschlussprüfung werden dann die Noten aus der Zwischenprüfung mit heran gezogen.

Wer sich im Fachbereich Holz- und Bautenschutz ausbilden lassen will, sollte sich stets bewusst sein, dass dieser Beruf sehr schwere körperliche Arbeit mit einschließt. Die körperliche Belastung entspricht etwa der eines Maurers. Weiterhin muss man sehr gut im Team arbeiten können, da viele Aufgaben im Holz- und Bautenschutz nur mit zwei bis drei Personen erledigt werden können. Eine reibungslose Zusammenarbeit untereinander ist von daher also unverzichtbar.

Grundsätzlich wird dieser Beruf jedoch kaum aussterben, denn der Holz- und Bautenschutz ist ein Bereich, der immer wichtiger wird. Zunehmend mehr Menschen verfügen über ein eigenes Haus und dieses wird nicht selten von Schädlingen oder ähnlichem angegriffen. In diesen Fällen ist der Holz- und Bautenschutz gefragt, vor allen Dingen um den Abriss des Hauses zu vermeiden, ist die frühzeitige Erkennung der Schädlinge notwendig. Und diese Erkennung wird für den Laien kaum möglich sein, weshalb man die fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Insbesondere mit Holzschädlingen, die die gesamte Holzkonstruktion des Hauses beschädigen oder gar zerstören können, ist nicht zu spaßen. Doch auch bei einem Befall mit Schimmelpilzen ist damit zu rechnen, dass diese nicht nur das Gebäude zerstören können, sondern genauso die Gesundheit der Bewohner schädigen können.